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'Sandokan' erreicht einen weiteren Meilenstein |

KABIR BEDI |
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Ein heute veröffentlichter ZeeNews Exklusiv-Bericht zeichnet
zu Kabir Bedis heutigem 62. Geburtstag - zwar detailreich, jedoch
mit einigen inhaltlichen Fehlern - seine Karriere und seinen Lebensweg
nach:
- " 'Sandokan' reaches yet another milestone" ('Sandokan' erreicht
einen weiteren Meilenstein)
- Übersetzung: Andrea Verschuur
Sehr viele Leute bekräftigen die Tatsache, dass man nicht den wahren Glanz
und den Wert eines Diamanten erkennen kann, bis die Welt ihn aufliest, ihn in
Form schneidet, und den ganzen neuen polierten Stein als ein Juwel präsentiert,
das die ganze Welt mit seinem Glanz blendet. Nur dann erkennt die Menschheit
den wahren Wert dessen an, was sie erst zurückgewiesen hatte. Das gilt auch
für Kabir Bedi, bekannt als Indiens erster wirklich internationaler Schauspieler,
der heute seinen 62. Geburtstag feiert.
Die Anerkennung von Kabirs Schaffen kam erst viel später in seinem eigenen
Heimatland, denn anfangs musste er sich mit dem Ruf begnügen, ein Aussenseiter
in der indischen Filmindustrie zu sein.
Die Phase der Mühen gestaltete sich nach einem gewissen Zeitpunkt in internationalen
Erfolg um, und zwang die Leute daheim in Indien Notiz von ihm zu nehmen. Bekannt
als eine Verschmelzung von italienischer Persona, westlicher Boheme, indischer
Wahrhaftigkeit, britischem Akzent und dem bemerkenswerten Aussehen eines griechischen
Gottes, konnte Kabir beim besten Willen nicht lange übersehen werden.
Das Fundament
Kabir wurde am 16. Januar 1946 in eine Sikh Familie hinein geboren. Sein Vater
Baba Pyare Lal Bedi war ein international anerkannter Guru, Philosoph und Gründer
des 'Centro di Filosofia Acquariana' in Mailand. Mutter Freda Bedi war eine Britin,
die später zum Buddhismus übertrat, eine asketische Nonne im tibetanisch-buddhistischem
Glauben wurde, und dann unter dem Namen Schwester Khechog Palmo bekannt wurde.
Sie war auch die Gründerin von Tilokpur, einem buddhistischen Kloster in
Himachal Pradesh.
Seine Familie war sehr liberal und unkonventionell, aussergewöhnlich offen
gegenüber persönlichen Auffassungen von Religion und Moral.
Nachdem er seine Schulzeit beim Sherwood College, Nainital, beendet hatte, zog
er nach Delhi für den Abschluss seiner Schulausbildung, dort meldete er
sich für den Bakkalaureus der geschichtlichen Fakultät am St.Stephens
College, an der Universität Delhi, an.
Anfang der Karriere
Während er seinen Studienabschluss anstrebte, spielte Kabir mit dem Gedanken,
stundenweise zu arbeiten um sein Studium an der DU zu finanzieren, und fing deswegen
als Radio-Ansager bei 'All India radio' an. Er arbeitete auch als Interviewer
und als Quizmaster.
Zur gleichen Zeit fing er an Theater zu spielen. In den späten 60ern startete
er seine Fernseh-Karriere als Co-Moderator der Sendung 'Mirror of India' in Delhi.
Es war das erste auf Jugend ausgerichtete Programm in der Geschichte des indischen
Fernsehens.
Die liberale Haltung seiner Familie hatte zu Recht auch ihn durchdrungen, und
erlaubte ihm, ziemlich viele gewagte Entscheidungen zu treffen, sogar schon zu
jener Zeit. Während sich ein durchschnittlicher indischer Hochschulabsolvent
nach einem Job voller Klischees, mit einem von 9:00 bis 17:00 Uhr geregelten
Arbeitstag, umtun würde, suchte Kabir dagegen einen Ansatz, der seine Bedürfnisse
nach kreativen Impulsen erfüllen würde. Infolgedessen versuchte er
sich an zahlreichen neumodischen Dingen, und nahm die neuartigsten Jobs an, die
es gab. Er verbrachte auch eine kurze Arbeitszeit als Disc Jockey, und spielte
Musik bei einem hauseigenen Radiosender im Hotel Oberoi. Gerade dieser Unterschied
liess ihn aus der anonymen Masse herausragen.
Bald danach zog er nach Bombay, dem Herz der indischen Filmindustrie, um seine
Träume zu verwirklichen. Nachdem er seinen Wohnort verlegt hatte, bekam
er ein paar Aufträge als Fotomodell und erlangte in kürzester Zeit
Popularität, nachdem er das 'Gesicht' der Will’s Zigaretten Reklame geworden
war. Nachdem er einige Fotomodell-Aufträge erfüllt hatte, wurde ihm
der Posten eines Radio-Abteilungsleiters bei der 'Lintas Werbeagentur' angeboten,
den er gern akzeptierte. Später arbeitete er für eine andere Werbefirma,
'S.H.Bensons'.
In den frühen 70ern entwickelte Kabir seine eigene Werbe- und Dokumentar-Film-Produktionsfirma,
'Dimension 70', die viele Werbefilme produzierte.
Noch während Kabir immer noch aktiv und erfolgreich in Theaterkreisen war,
lockte ihn der berühmte Regisseur und Produzent O.P.Ralhan zur Hindi Filmindustrie.
Und von da an gab es für Kabir kein Umsehen mehr.
Die Reise von Bollywood
Der Bollywood-Debütfilm des Schauspielers war O.P.Ralhans 'Hulchul', mit
Zeenat Aman, der nur durchschnittlich erfolgreich war. Er machte weiter mit Filmen
wie 'Seema', 'Sazaa', 'Anokha Daan', 'Kachche Dhaage', 1974, mit Kabir in einer
Hauptrolle als Schurke. Er machte seine Sache ausserordentlich gut und eroberte
sich einen festen Platz in der Filmindustrie. Bald danach folgten Filme wie 'Naagin',
'Aakhri Kasam', 'Yuvraj', 'Asambhav' und 'Mera Shikhar'.
1988 kam dann sein grösster Hit 'Khoon Bhari Maang' in einer Hauptrolle
gegenüber Rekha, der ihn als glänzenden Schauspieler bekannt machte,
man erinnert sich noch heute an seine berühmte Darstellung eines hinterhältigen
Mannes. Es war genau diese Rakesh-Roshan-Produktion, die die Leute dazu zwang,
Notiz von ihm zu nehmen.
Kabir trat danach weiterhin immer wieder in Nebenrollen in diversen Filmen auf,
und blieb sehr gefragt für Charakterrollen aller Art. Einige seiner anderen
Filme, die nicht unerwähnt bleiben sollten, sind 'Har Jeet', 'Kurban', 'Yalgaar',
'Dil Aashna Hai, 'Salaami. Die meisten seiner Filme waren an den Kinokassen durchschnittlich
erfolgreich, daher verlor er niemals den Kontakt mit der indischen Filmindustrie,
obwohl er grosse Projekte ausserhalb des Landes ausführte.
Bedi hat in über 60 Hindi-Filmen in den letzten drei Jahrzehnten mitgespielt.
Einige seiner Filme, die in den letzten Jahren in die Kinos kamen, sind 'The
Hero', 'Main Hoon Na', 'Socha Na Tha' und das vielgefeierte Epos 'Taj Mahal',
in dem er den Herrscher Shah Jahan darstellt, den Erbauer des Taj Mahal, des
grössten Monuments der Liebe der Welt.
Weltweite Anerkennung
Kabir Bedi wird wohl allzeit als Indiens erster tatsächlicher 'Crossover'-Schauspieler
bezeichnet bleiben. Sein Flirt mit der weiten Welt startete mit internationalen
Projekten wie "Black Pirate, Thief of Baghdad, Spirit Archer, The Fugitive
from the Empire, Satan’s Mistress und First Lady of the World".
Zur Zeit der frühen 80er Jahre hatte Kabir einen hohen Bekanntheitsgrad
in der internationalen Arena erreicht. Der gewichtigste Grund dafür war
wohl seine Darstellung des 'Sandokan' in der italienischen Fernsehserie des gleichen
Namens. Er bekam diese Chance, als eine italienische Crew, die gerade in Indien
drehte, ihn entdeckte, und ihm die Hauptrolle in einer Serie anbot, die sie gerade
für das italienische Fernsehen machte. Bald danach katapultierte er sich
in die internationale Szene mit der Titelrolle des Sandokan, einem malaysischen
Robin-Hood-artigen Piraten, geschaffen vom italienischen Autor Emilio Salgari.
Dies war jedoch noch nicht alles, er spielte auch einen Schurken im 1983er James-Bond-Streifen
'Octopussy'. Seine Darstellung des Gobinda, des Schufts, der gegen Roger 'Bond'
Moore kämpfte, wurde in der ganzen Welt sehr anerkannt. Einige seiner anderen
Filme sind 'Forty Days of Musa Dagh', 'The Beast', 'Beyond Justice', 'Zakaria,
The Lost Empire', 'Ashanti' usw.
Man erinnert sich wohl am besten an ihn in seiner Rolle als Prinz Omar in der äusserst
beliebten amerikanischen Fernsehserie 'The Bold And The Beautiful', die er über
ein Jahr lang spielte (1994-1995). Er machte ausserdem ein Comeback in der gleichen
Serie im Jahr 2005 mit einem Gastauftritt. 'The Return of Sandokan' und der 'Son
of Sandokan' wurden in 1996, beziehungsweise in 1998, gedreht. Im letzten Jahr
wirkte er in 'Un Medico in Famiglia', einer italienischen Fernsehserie, mit.
Entfacher der Leidenschaften
Sein wie gemeisseltes gutes Aussehen, seine gewinnend einnehmende Persönlichkeit,
faszinierenden Augen und das strahlende Lächeln eines Frauenheldes hat seit
einigen Jahrzehnten ganz schön viel Leidenschaften entfacht. Er ist dafür
bekannt, diverse Freundinnnen im Laufe seines Lebens gehabt zu haben. Die meisten
der Schauspielerinnen, mit denen er in Indien drehte, konnten seinem Charme nicht
widerstehen, und viele von ihnen verliebten sich schliesslich rettungslos in
ihn. Die Schönheiten, mit denen Kabir in Verbindung gebracht wurde, waren
- Parveen Babi, Zeenat Aman, Persis Khambatta und Sonu Walia.
1978 wurde er zum begehrtesten Junggesellen des Jahres von Cosmopolitan gewählt.
Nachdem er Indien im Sturm erobert hatte, wurde Kabirs Name ein ziemlich bekannter
Begriff in Europa. Das alles dank seiner hochgelobten Darstellung des 'Sandokan'.
Angeblich ist er so beliebt bei seinen europäischen Fans, dass jene Damen
noch immer ihren Oberschenkel entblössen für sein Autogramm, wenn er
nach Mailand kommt, sogar noch heutzutage ! Beim Thema Popularität kann
man nicht umhin, eine Begebenheit zu erwähnen, bei der Kabir, der gerade
in Spanien drehte, zu einer Polizeiwache beordert wurde, um dort den Schaden
zu bezahlen, den er an geparkten Autos verursacht hatte, als er über deren
Autodächer gerannt war, beim verzweifelten Versuch, seinen weiblichen Bewunderern,
die ihn verfolgten, zu entkommen.
Turbulente Phasen des Lebens
Bedauerlicherweise konnte Kabir den Erfolg in seinem professionellen Leben nicht
in seinem Privatleben wiederholen. Während er noch mit Protima Gauri, einer
Tänzerin, verheiratet war, hatte Kabir eine weithin publizierte Beziehung
mit Parveen Babi. Der erste Schicksalsschlag kam, als bei Parveen Schizophrenie
diagnostiziert wurde. Daraufhin wurde seine Beziehung mit dem Starlet unterbrochen
wegen ihrer psychischen Erkrankung. Seine Ehe mit Protima, mit der er zwei Kinder
hatte - Pooja und Siddharth - endete in einer Scheidung wegen der tiefgreifenden
Zerrüttung zwischen den beiden.
Er setzte sein Leben allein fort und heiratete 1979 eine britische Modedesignerin,
Susan Humphreys, aber diese Ehe endete ebenfalls in einer Scheidung. Er und Susan
haben zusammen einen Sohn, Adam.
1993 heiratete Kabir die TV- und Radio-Moderatorin Nikki Vijaykar. Ihrer beider
Ehe, die bis 2004 dauerte, sah sie ausgiebig allein reisen und einander nicht
gerade oft zusammentreffen. Im Jahr 2004 fanden sowohl Kabir als auch Nikki,
dass es so nicht zwischen ihnen funktionierte und sie trennten sich in aller
Freundschaft. Kabir ist zur Zeit mit einer Schönheit mit Wohnsitz in London,
Parveen Dusanj, fest befreundet.
Abgesehen davon, dass er Pech in der Liebe hatte, musste Kabir auch eine bedeutende
persönliche Tragödie in seinem Leben meistern. Siddarth, sein 26-jähriger
Sohn, der damals in den USA lebte, und eine lange Leidensgeschichte der Schizophrenie
durchlebt hatte, beging tragischerweise 1997 Selbstmord, im jungen Alter von
26 Jahren. Dies war ein schwerer Schlag für einen Vater, der auf eine aussichtsvolle
Zukunft für seinen Sohn gehofft hatte, aber er riss sich bald zusammen und
stürzte sich in die Arbeit um seine Trauer einzugrenzen.
Zukünftige Projekte
Bedi wird im nächsten Film der Filmemacherin Deepa Mehta zu sehen sein,
'Kamagata Maru', mit Amitabh Bachchan und John Abraham. Er wird bald in eine
brandneue Rolle schlüpfen, und zwar die des TV-Show Moderators, für
eine demnächst anstehende TV-Show 'Director’s Cut', die am 20.Januar startet.
Bedi wird in der Show 13 voranstehenden Regisseuren wegen ihrem Handwerk auf
den Zahn fühlen, darunter Aamir Khan, Farhan Akhtar, Nagesh Kukunoor.
Kabir Bedi ist einer jener wenigen Schauspieler, die in allen verschiedenartigen
Medien der Welt des Entertainments essentiell erfolgreich waren.
Und deshalb
wünscht man nunmehr Mr.Bedi alles erdenklich Gute für sein neues Unterfangen
!
Quelle: ZeeNews
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