| Kabirs
Waffe: eine Vogelscheuche ! |
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Filmfotos mit Kabir online auf Kabir-Bedi.com:
Auf sechs Einzelseiten mehr als 110 Filmfotos mit Kabir aus seinem indischen
Film AAKHRI KASAM - im Fotos-Bereich:
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Das Leben ist gut für den Lehnbauern Jagga im fruchtbaren
Tal des Chambal-Flusses im mittleren Norden Indiens, am Rande Rajasthans.
Bald ist Erntezeit, Jagga ist zufrieden mit seinem Getreide und hat gute Freunde.
Er liebt seine attraktive Frau Malti sehr und ist stolz auf ihren gemeinsamen
kleinen Sohn Birju, schon ein fleissiger Schüler.
Eines Tages, Jagga ist gerade auf Reisen, bricht ein Handlanger des Grossgrundbesitzers
Thakur Ranvir Singh hoch zu Pferd in ihr Haus ein und kidnappt Malti unter den
Augen ihres verängstigten Sohnes.
Als Malti sich tapfer gegen den Reiter zur Wehr setzt, wird Birju am Kopf verletzt.
Malti wird zum Zamindar Thakur verschleppt.
Thakur ist ein brutaler Mensch, Alkoholiker, und alle Dorfbewohner fürchten
und hassen ihn wegen seiner Gewaltherrschaft.
Seine Frau weiss von Thakurs Terrortaten, stellt ihren Mann jedoch lieber nicht
zur Rede.
Der mal wieder betrunkene Zamindar vergewaltigt Malti.
Danach schleppt sie sich verletzt zurück nach Hause und findet dort ihren
sterbenden Sohn.
Zu Tode verzweifelt stürzt sich Malti mit dem toten Birju in ihren Armen
in einen Brunnen.
Jagga will blind vor Wut und Trauer über den Tod seiner Frau und seines
Sohnes den Zamindar zur Verantwortung ziehen.
Er trifft jedoch nur Thakurs Frau und ihre beiden jungen Söhne Ram und Kishan
an.
Kurzerhand greift Jagga sich eins der Kinder und droht, es der Göttin Kali
zu opfern.
In seinem eigenen Schmerz ist er taub für die verzweifelten Bitten der Mutter,
ihren erstgeborenen Sohn Kishan frei zu geben.
Thakurs Leute versuchen Jagga zu umstellen, aber ihm gelingt mit dem Kind die
Flucht.
Ein Malang Baba (unverheiratet lebender weiser Mann) überzeugt Jagga davon,
dass es bessere Arten der Vergeltung gibt, als den unschuldigen Sohn des Thakurs
umzubringen.
So tauft Jagga den kleinen Kishan um in Badal und erzieht ihn dazu, rechtschaffen
zu leben - und will ihn erst, wenn Kishan/Badal selbst alt genug ist, mit seinem
verbrecherischen leiblichen Vater konfrontieren.
Thakur schickt aus Angst vor Jagga seinen zweiten Sohn Ram weit weg in die Stadt,
wo er unter der Obhut eines Onkels, der Polizist ist, aufwächst.
20 Jahre gehen ins Land.
Jagga hat seinen Vergeltungsplan nie vergessen.
Badal (Kabir Bedi) ist nun ungefähr 25 Jahre
alt, herangewachsen zu einem frei von Konventionen lebendem Einzelgänger.
Ein stattlicher, gut aussehender Vagabund, ausgezeichneter Reiter, versiert im
Umgang mit Waffen und ein Meister im Nahkampf, ist Badal immer dort zur Stelle,
wo Menschen in Not geraten.
Geradezu aus dem Nichts taucht der geheimnisvolle Reiter auf, rettet Mädchen
in Not und Dorfbewohner vor den Machenschaften der Geldeintreiber des Zamindars,
der auch im Alter noch immer seine Schreckensherrschaft ausübt.
Aber Badal, ein devoter Anhänger der Göttin Kali, ahnt nicht, dass
sein jüngerer Bruder Ram inzwischen Polizei-Inspektor ist und in genau jenem
Dorf stationiert wird, dessen Bewohner von seinem Vater Thakur terrorisiert werden.
Die Brüder Ram und Badal begegnen sich einige Male, und da beide auf ihre
Weise an Gerechtigkeit und Wahrheit glauben, achten sich der gesetzesstrenge
Polizist und der edel handelnde Vagabund.
Beide ahnen jedoch nicht, dass sie leibliche Brüder sind.
Thakur setzt ein Kopfgeld auf Badal aus und verbündet sich mit einem mächtigen
Dacoit, dem Banditen Sangram Singh, der mit seiner Bande auf der Suche nach Beute
die Dörfer in der Gegend überfällt.
Inspektor Ram weigert sich, mit seinem kriminellen Vater gemeinsame Sache zu
machen.
So hat Thakur schnell beide Söhne zum Feind.
Der immer ritterlich handelnde Badal hat nun viele Gelegenheiten, Menschen zu
retten und sogar gestohlene Opfergaben aus dem Tempel der Kali zurück zu
stehlen und dem Inspektor auszuhändigen.
Badal, all die Jahre mutterlos aufgewachsen, findet in Thakurs Frau und ihrer
Tochter Jyoti zwei Menschen, denen er bedingungslos vertrauen kann, als er, vom
Inspektor angeschossen, Hilfe braucht.
Die Frau ist sogar bereit, für ihn, den Fremden, in dessen Schuld sie steht,
in's Gefängnis zu gehen.
Badal/Kishan ahnt nicht, dass sie seine leiblichen Verwandten, Schwester und
Mutter, sind.
Dieses Mal bleibt jedoch Inspektor Ram keine Wahl, er muss Badal, der angeblich
gestohlen hat, verhaften.
Sangram Singh fühlt sich dadurch um sein Kopfgeld betrogen, entführt
Thakurs Tochter an ihrem Hochzeitstag, die Mutter obendrein dazu, und fordert
Lösegeld für sie.
Badal wird aus dem Gefängnis befreit, erfährt, dass Thakur sein leiblicher
Vater ist und versucht, zusammen mit Bruder Ram die Schwester und Mutter aus
den Fängen des Bandenführers zu befreien - in einem explosiven Finale
!
Aber was ist mit Jaggas Plänen, Thakurs eigenen Sohn grausam als Rache-Instrument
zu benutzen um 20 Jahre altes abgrundtiefes Leid zu vergelten ???
Wird die Geldgier des Bandenführers Sangram Singh bestraft ???
Was hat Sangram Singh mit Jyoti, der Schwester von Badal und Ram, vor ???
Kann Polizei-Inspektor Ram aus dem Schatten seines gewalttätigen Vaters
kommen ???
Wird der kontroversielle 'Held' Badal Jagga's Rache überleben ???
Und wird Jagga selbst schliesslich seinen Seelenfrieden finden ???
***
Aakhri Kasam - ein Film für Fans von Kabir,
die ihn auch als Sandokan lieben:
Ungefähr 20 Minuten nach Anfang des Films kommt Kabir in
seiner ersten Szene als etwa 25-jähriger Badal - 20 Jahre nach
seiner Entführung durch Jagga - auf einem Pferd der indischen Marwari-Rasse
ins Bild geritten.
In sehr vielen Filmszenen ist der gut aussehende Held in halboffenen Jeanshemden,
Ledergürtel und Schlaghosen im damals typischen Kleidungsstil der 70er Jahre
zu bewundern, oft zu Pferd oder in anderen fotogenen Situationen.
Unter dem an einem Lederband baumelnden Talisman schlägt das rechtschaffene
Herz eines am Rande der Legalität lebenden Einzelgängers, eines 'Vagabunden'
- so bezeichnet sich Kabir/Badal
selbst in einer Szene.
Man sollte sich aber auf keinen Fall über Kabirs/Badals
Geschmack in Sachen Mode lustig machen - fast immer hat der geheimnisvolle
Reiter eine Waffe schussbereit in der Hand !
Herausforderungen, die oft in grossen Schlägereien enden - mit den für
einen Masala-Film typischen clownesken Einlagen - nimmt Kabir/Badal
gern an, wenn ihr Zweck einer guten Sache dient - die Dorfeinwohner vor der
Würgesteuer des Zamindars zu schützen oder hübsche Mädchen
in Not vor einem wilden Stier zu retten.
In einer anderen Szene funktioniert Kabir/Badal
mit grossem sichtlichen Vergnügen kurzerhand eine Vogelscheuche zur effektiven
Waffe um.
Und auch ein Bösewicht am Steuer seines Autos kommt nicht weit, weil unser
schlauer Held eine Art überdimensionales Spinnennetz spannt...
In einer anderen Szene angelt sich Kabir/Badal
souverain lächelnd seine Beute. Und trickst andere Diebe mühelos u.a.
durch sein selbstsicheres Auftreten aus.
Kein Wunder also, dass Champa sich so sehr in den feschen Reiter Kabir/Badal
verliebt, dass sie durch Inspektor Rams Autohupe wieder auf den Boden der Tatsachen
gehupt werden muss !
Bei den unterhaltsamen Actionszenen übernahmen Stuntmänner manchmal Kabirs Rolle
- so ein Ersatz-Kabir verrät
sich durch etwas dunkleres Haar, schmaleres Gesicht, schmächtigeren Oberkörper
und kleinere Statur.
Da die Geräuschkulisse erst später im Studio hinzugefügt wurde
(wie damals üblich), gibt es relativ viele Szenen, in denen die Geräusche
nicht simultan mit dem Geschehen oder gar verkehrt dargestellt werden; so wirft Kabir in
einer Szene einen Stock weg in die Landschaft, dem unpassenden geradezu metallischen
Geräusch nach jedoch auf den sehr harten Boden eines Zimmers (im Filmstudio).
Auch wegen der damals sehr populären Film-Formel von zwei Helden, verbunden
in Freundschaft, ist Aakhri Kasam ein für die 70er Jahre typisches Bollywood-Produkt,
und wurde nur gedreht für den eigenen indischen Absatzmarkt.
Während sich Kabir in Aakhri
Kasam die Hauptrolle des Helden mit Vinod Mehra teilt, hat die für Bollywood
traditionelle komische Rolle diesmal der Assistent des Polizei-Inspektors.
Alles über Kabirs Film auf der Detailseite via
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